LinkedIn für PR ist die unterschätzte Sichtbarkeits-Strategie. Keine Anzeigen nötig – nur die richtige Vorgehensweise. Hier ist der komplette Plan.
📊 Marktlücke
LinkedIn-Artikel fokussieren auf Marketing oder Personal Branding – kaum jemand erklärt LinkedIn als PR-Kanal.
⭐ Kurz-Antwort
Erstens dein Profil als Pressemappe aufbauen. Zweitens regelmäßig Expertise zeigen, etwa drei Posts pro Woche. Drittens Journalisten gezielt vernetzen. Außerdem Themen-Content posten, der Medien interessiert. Schließlich aktiv kommentieren statt nur posten. Kein Budget nötig – nur Konsequenz.

Warum LinkedIn für PR unterschätzt wird
Die meisten denken bei LinkedIn zunächst an:
- Networking
- Job-Suche
- B2B-Marketing
Allerdings nutzt kaum jemand LinkedIn aktiv für Pressearbeit. Dabei ist die Plattform nämlich perfekt dafür geeignet:
- Journalisten sind aktiv dort: Laut Cision State of the Media Report nutzen über 60 % LinkedIn für Recherche.
- Du zeigst deine Expertise öffentlich und nachvollziehbar.
- Redakteure sehen sofort, wofür du stehst.
- Außerdem hast du einen direkten Draht zu Medien, ganz ohne Gatekeeper.
Schritt 1: Profil als Mini-Pressemappe
Headline (120 Zeichen):
Nicht “Geschäftsführer bei XY GmbH”, sondern beispielsweise “Experte für [Thema] | Regelmäßig in [Medium 1], [Medium 2] | [Stadt]”.
Info-Bereich (2.600 Zeichen):
Strukturiere ihn wie eine Kurzbiografie:
- Wer bist du? (1 Satz)
- Wofür stehst du? (Kernthemen)
- Was hast du erreicht? (3–5 Punkte)
- Wo wurdest du erwähnt? (“Bekannt aus: [Medien]”)
- Kontakt für Presse-Anfragen
Featured-Bereich:
Zeige hier deine besten Veröffentlichungen:
- Links zu Artikeln, in denen du zitiert wurdest
- Podcast-Interviews
- Eigene Gastartikel
Schritt 2: Journalisten gezielt vernetzen
So findest du Journalisten auf LinkedIn mit drei verschiedenen Wegen:
Direkte Suche über LinkedIn
Suche beispielsweise nach “[Dein Thema] journalist” oder “Nachhaltigkeit Journalistin”. Das liefert dir nämlich schnell eine Liste passender Ansprechpartner.
Über die LinkedIn-Seiten der Medien
Geh auf die LinkedIn-Seite deiner Wunschmedien wie Handelsblatt oder Wirtschaftswoche. Klick auf “Personen”, und du siehst, wer dort tatsächlich arbeitet.
Über veröffentlichte Artikel
Lies einen Artikel eines Journalisten und google anschließend “[Name] LinkedIn”. Schicke dann eine Vernetzungsanfrage mit konkretem Bezug auf den Artikel.
Vernetzungsanfrage-Vorlage:
Hallo Frau/Herr [Nachname], Ihr Artikel zu [Thema] in [Medium] fand ich sehr treffend – besonders [konkreter Punkt]. Ich arbeite selbst an [Thema] und würde mich freuen, mit Ihnen vernetzt zu sein. Herzliche Grüße [Dein Name]
Schritt 3: Content-Strategie für LinkedIn für PR
Poste 2 bis 3 Mal pro Woche Content, der Journalisten tatsächlich interessiert. Vier Formate funktionieren dabei besonders gut:
Einordnungen aktueller Nachrichten
“Was bedeutet [aktuelle Nachricht] für [Zielgruppe]?” Journalisten lieben nämlich Menschen, die komplexe Themen einordnen können.
Beobachtungen aus deiner Praxis
“Was ich diese Woche in 12 Gesprächen mit [Zielgruppe] gehört habe: [Erkenntnis].” Das zeigt nämlich: Du hast direkten Zugang zu echten Insights.
Kontroverse Thesen gegen den Strom
“Alle reden über [Trend]. Ich sehe das allerdings anders: [Deine These].” Solche Posts polarisieren – und Journalisten lieben kontroverse Stimmen.
Daten, Studien und ihre Bedeutung
“Neue Studie zeigt: [Erkenntnis]. Was das für [Zielgruppe] bedeutet: [Einordnung].” Du lieferst damit den Kontext zur Nachricht – genau das, was Redaktionen suchen.
Schritt 4: Kommentieren ist wichtiger als Posten
Ein unterschätzter LinkedIn-Hack: Kommentare bringen oft mehr Sichtbarkeit als eigene Posts.
Die Strategie ist einfach: Kommentiere täglich 5 bis 10 Posts von folgenden Gruppen:
- Journalisten aus deinem Netzwerk
- Medien wie Handelsblatt, SZ und Co.
- Andere Experten deines Themas
Gute Kommentare sind:
- Substanziell (nicht nur “Toller Artikel!”)
- Ergänzend (füge eine eigene Perspektive hinzu)
- Kurz (3 bis 5 Sätze maximum)
Schritt 5: Direkte Ansprache
Wenn ein Journalist über dein Thema postet, schreib ihm eine kurze DM – allerdings immer mit konkretem Bezug:
Hallo Frau/Herr [Nachname], Ihr Post zu [Thema] spricht mir aus der Seele. Falls Sie mal eine Stimme aus der Praxis dazu brauchen – ich arbeite täglich mit [Zielgruppe] und sehe [konkrete Beobachtung]. Keine Verpflichtung – nur als Angebot! Beste Grüße [Name]
FAQ: LinkedIn für PR
Wie oft sollte ich auf LinkedIn posten für PR-Zwecke?
2 bis 3 Mal pro Woche reicht völlig. Wichtiger als die Frequenz sind nämlich Qualität und Themen-Konsistenz. Lieber 2 substanzielle Posts pro Woche als 5 oberflächliche.
Sollte ich Journalisten direkt auf LinkedIn anschreiben?
Ja, allerdings nur mit konkretem Anlass (beispielsweise nach einem ihrer Posts). Keine Cold-Pitches über LinkedIn-DM – das wirkt sofort aufdringlich.
Wie baue ich systematisch eine LinkedIn-PR-Strategie auf?
Wir optimieren dein Profil und entwickeln zudem eine Content-Strategie, die Journalisten auf dich aufmerksam macht. Konkrete Unterstützung findest du in unseren PR-Paketen für Medienveröffentlichungen.
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