Du willst in die Presse kommen, weißt aber nicht wie? Diese praktische Anleitung zeigt dir den realistischen Weg von der Themensuche bis zum ersten Medienartikel – speziell für Selbstständige und kleine Unternehmen.
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Um in die Presse zu kommen, brauchst du vier Bausteine: erstens ein relevantes Thema mit Aktualitätsbezug, zweitens eine klare Positionierung als Expertin oder Experte, drittens recherchierte Journalisten-Kontakte und schließlich einen persönlichen Pitch. Wer systematisch vorgeht, kann als Selbstständige realistisch in 8 bis 12 Wochen zur ersten Medienveröffentlichung kommen – auch ohne Vorerfahrung oder PR-Agentur.

Warum es so wichtig ist, in die Presse zu kommen
Wer als Selbstständige in die Presse kommen will, hat dafür gute Gründe. Eine Erwähnung in einem Magazin oder einer Zeitung bringt nämlich drei Effekte, die sich mit keinem anderen Marketing-Kanal so effizient erzielen lassen:
- Vertrauensaufbau durch Drittwahrnehmung – eine Redaktion hat dich als relevant eingestuft.
- Reichweite bei deiner Zielgruppe – Magazine erreichen genau die Menschen, die du brauchst.
- Langfristige Sichtbarkeit – Online-Artikel ranken oft jahrelang in Google.
Voraussetzungen, um in die Presse zu kommen
Bevor du startest, prüfe diese vier Punkte. Wer hier nicht solide aufgestellt ist, wird es nämlich schwer haben:
Eine klare Positionierung haben
Wer „für alle“ alles macht, hat kein Thema. Journalisten suchen nämlich Experten für konkrete Themen, nicht Generalisten. Deine Positionierung sollte daher in einem Satz erklärbar sein.
Eine professionelle Website betreiben
Wenn ein Journalist deinen Namen googelt, muss er sofort erkennen, wer du bist. Eine Presseseite mit Bio, Pressefotos in Druckqualität und Themenangeboten ist daher Pflicht.
Geschichten statt nur Themen anbieten
„Ich biete Coaching“ ist kein Thema für Medien. „Ich helfe Geschäftsführerinnen, ihre ersten 100 Tage zu meistern“ hat dagegen eine Story. Dieser Unterschied entscheidet alles.
Bereit sein, sichtbar zu werden
Pressearbeit bedeutet Position beziehen, zitiert werden und Gesicht zeigen. Wer das scheut, wird trotz bester Texte nicht in die Medien kommen.
Schritt-für-Schritt: So kommst du in die Presse
Definiere 3 bis 5 Kernthemen
Bevor du auch nur eine Redaktion ansprichst, brauchst du klare Themen. Schreibe also auf:
- Welche Probleme löst du wirklich für deine Kunden?
- Welche Aussagen machst du immer wieder, die andere überraschen?
- Wo widersprichst du dem Branchen-Mainstream?
Aus diesen Antworten kristallisieren sich 3 bis 5 Themen, die dann als Pitch-Anker dienen.
Erstelle deine Medienliste
Wer in die Presse kommen will, muss wissen, in welche. Erstelle dafür eine Liste mit 15 bis 20 konkreten Medien:
- 2 bis 3 Lokalzeitungen deiner Region
- 3 bis 5 Branchenfachblätter
- 3 bis 5 regionale oder überregionale Wirtschaftsmagazine
- 5 bis 7 relevante Online-Portale
- 2 bis 3 Branchenpodcasts
Finde den richtigen Ansprechpartner
Generische E-Mails an „Redaktion“ werden ignoriert. Recherchiere stattdessen für jedes Medium den konkreten Redakteur für dein Themengebiet. Lies seine letzten Artikel und notiere dir, was er typischerweise schreibt.
Entwickle den perfekten Pitch
Ein guter Pitch ist eine kurze, persönliche E-Mail mit folgenden Bausteinen:
- Persönliche Anrede mit Bezug auf einen aktuellen Artikel der Person
- Story-Idee in 3 bis 4 Sätzen
- Warum das Thema gerade jetzt relevant ist
- Konkretes Angebot (Interview, Hintergrund, Gastbeitrag)
- Höfliche Schlussformel mit Kontaktdaten
Laut Cision State of the Media Report bevorzugen Journalisten zudem Pitches, die in unter 200 Wörtern auf den Punkt kommen.
Versenden und nachfassen
Schicke 5 bis 7 Pitches pro Woche. Wichtig dabei: genau ein höfliches Follow-up nach 5 bis 7 Werktagen. Alles darüber wirkt sofort aufdringlich.
Die erste Anfrage meistern
Wenn der erste Journalist antwortet, bereite dich gründlich vor. Notiere dir 3 Kernbotschaften, 3 konkrete Beispiele und ein pointiertes Zitat. Die Vorbereitung entscheidet nämlich darüber, ob aus einem Interview ein wirklich guter Artikel wird.
Realistische Zeitachse: Wann komme ich in die Presse?
Wer systematisch arbeitet, kommt typischerweise in diesen Zeiträumen in die Presse:
| Medientyp | Realistische Vorlaufzeit | Aufwand |
|---|---|---|
| Lokalzeitung | 2–4 Wochen | Niedrig |
| Online-Portal | 4–8 Wochen | Mittel |
| Branchenfachblatt | 6–12 Wochen | Mittel-hoch |
| Regionales Wirtschaftsmagazin | 8–16 Wochen | Hoch |
| Überregionales Print-Magazin | 3–6 Monate | Sehr hoch |
Was du tun kannst, wenn niemand antwortet
Es ist völlig normal, dass die ersten Pitches ohne Reaktion bleiben. Wer trotz Anlauf nicht in die Presse kommt, sollte daher vier Punkte überprüfen:
- Ist dein Thema zu allgemein? Dann spezialisiere weiter.
- Sprichst du die richtigen Personen an? Dann recherchiere genauer.
- Ist dein Aufhänger wirklich aktuell? Dann verbinde ihn mit Tagesthemen.
- Ist deine Pressepräsenz professionell? Dann optimiere deine Website.
Häufige Fehler beim Versuch, in die Presse zu kommen
- Massenmails an „redaktion@“: werden fast nie geöffnet.
- Werbliche Sprache: führt zur sofortigen Disqualifikation.
- Fehlende Hartnäckigkeit: Wer nach 2 Versuchen aufgibt, hat eigentlich nicht angefangen.
- Falsche Erwartungen: Sofortige Verkäufe nach einer Veröffentlichung sind unrealistisch.
- Keine Pressepräsenz: Wer Journalisten erreichen will, aber keine Presseseite hat, wirkt unprofessionell.
FAQ: In die Presse kommen
Muss ich bekannt sein, um in die Presse zu kommen?
Nein. Journalisten interessieren sich nämlich für relevante Themen, nicht für Promi-Status. Auch unbekannte Experten landen regelmäßig in großen Magazinen, sofern ihr Thema überzeugt.
Brauche ich eine PR-Agentur, um in die Presse zu kommen?
Nicht zwingend. Wer Zeit investiert und die Methode lernt, kann es selbst schaffen. Eine professionelle Agentur beschleunigt den Prozess allerdings deutlich und liefert oft bessere Ergebnisse – kostet aber natürlich Geld.
Wie viel kostet es, in die Presse zu kommen?
Wenn du es selbst machst: nur deine Zeit. Mit Agentur-Unterstützung liegen die Kosten dagegen typischerweise zwischen 1.500 und 5.000 Euro monatlich für eine laufende Betreuung. Projektbasierte 3-Monats-Kampagnen bewegen sich oft im Bereich von 4.500 bis 15.000 Euro. Mehr Details findest du in unseren PR-Paketen für Medienveröffentlichungen.
Wie lange dauert es, bis ich in die Presse komme?
Bei guter Vorbereitung sind erste Erfolge in Lokalmedien in 2 bis 4 Wochen möglich. Große Magazine brauchen dagegen 3 bis 6 Monate. Wer dranbleibt, kann nach 12 Monaten außerdem eine solide Medienpräsenz aufgebaut haben.
Fazit: In die Presse kommen ist Methode, nicht Zufall
Wer in die Presse kommen will, braucht keine Wunder und keine Promi-Kontakte. Mit klarer Positionierung, gezielter Themenwahl und persönlichen Pitches ist es realistisch – auch für Selbstständige und kleine Unternehmen. Das Wichtigste dabei: Dranbleiben. Die ersten Wochen sind hart, danach baut sich das Momentum jedoch automatisch auf.
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