“Lohnt sich das überhaupt – in die Presse zu kommen?” Diese Frage höre ich nämlich von fast jedem Unternehmer, der zum ersten Mal über PR nachdenkt. Und das ist verständlich, schließlich kostet professionelle Pressearbeit Zeit und oft auch Geld. Aber lohnt sich das wirklich?
Die ehrliche Antwort: Wenn du es richtig machst, ist der Wert eines Medienartikels nämlich oft höher als ein Werbeetat von mehreren tausend Euro. Aber wie misst man das konkret? Hier sind also die drei Dimensionen, die du kennen solltest.

Dimension 1: Der monetäre Werbewert
In der PR-Branche wird nämlich oft mit dem sogenannten “Anzeigenäquivalenzwert” gerechnet. Vereinfacht gesagt: Was hätte eine vergleichbare Anzeige in derselben Publikation tatsächlich gekostet?
Beispielrechnung für ein mittelgroßes Wirtschaftsmagazin:
- Erstens: Eine halbe Seite Werbung kostet beispielsweise 4.000 bis 8.000 Euro.
- Zweitens: Ein redaktioneller Artikel mit deinem Namen belegt denselben Platz – allerdings mit deutlich höherer Glaubwürdigkeit.
Allein der reine Werbewert eines mittelgroßen redaktionellen Artikels liegt also schnell im vier- bis fünfstelligen Bereich. Aber das ist nur die halbe Wahrheit – denn redaktionelle Inhalte haben zudem einen zusätzlichen Multiplikator.
Dimension 2: Der Vertrauensbonus
Studien zur Wahrnehmung von Werbung versus redaktionellen Inhalten zeigen nämlich einen drastischen Unterschied. Werbung wird beispielsweise kritisch hinterfragt, redaktionelle Berichte hingegen als objektive Information aufgenommen. Auch der Edelman Trust Barometer belegt diesen Effekt regelmäßig.
Was bedeutet das also konkret? Wenn ein Magazin über dich berichtet, glaubt der Leser nämlich dem Inhalt – weil er einer unabhängigen Redaktion vertraut. Diesen Vertrauensvorschuss kannst du außerdem mit keiner Anzeige der Welt kaufen.
“Werbung verkauft. Redaktionelle Berichterstattung überzeugt. Das ist der Unterschied – und er ist in Geld nicht aufzuwiegen.”
Dimension 3: Die Lead-Qualität
Hier wird es nämlich richtig spannend. Anfragen, die durch Medienberichterstattung entstehen, haben also eine deutlich höhere Qualität als kalte Werbeanfragen.
Typische Beobachtungen aus der Praxis von B2B-Dienstleistern:
- Erstens höhere Abschlussquote: Leads aus PR konvertieren nämlich oft 2 bis 3 Mal besser als Leads aus bezahlter Werbung.
- Zweitens größere Auftragsvolumen: Wer dich aus einem Fachartikel kennt, sieht dich beispielsweise als Experte – und ist daher bereit, höhere Honorare zu zahlen.
- Drittens kürzere Vertriebszyklen: Vertrauen, das durch Medienpräsenz vorhanden ist, ersetzt nämlich mehrere Vertriebsgespräche.
Der unterschätzte Langzeiteffekt
Ein weiterer Punkt, den viele übersehen: Online-Artikel verschwinden nämlich nicht. Sie ranken stattdessen oft jahrelang in den Suchergebnissen. Wenn jemand in fünf Jahren deinen Namen googelt, findet er also den Artikel von heute. Eine Anzeige hingegen ist nach Wochen vergessen.
Konkret bedeutet das: Ein einziger gut platzierter Online-Artikel kann nämlich über Jahre hinweg neue Anfragen generieren – und das ganz ohne weitere Investition.
Der versteckte Bonus: Selbstvertrauen und Klarheit
Was selten erwähnt wird, aber massive Auswirkungen hat: Der Prozess, sich auf Medienarbeit vorzubereiten, zwingt dich nämlich zur Schärfung deiner Botschaften. Du wirst dadurch klarer in deiner Positionierung, prägnanter in deinen Aussagen und sicherer in deiner Außendarstellung. Außerdem wirkt sich das positiv auf jedes Verkaufsgespräch und jede Networking-Veranstaltung aus.
Konkretes Rechenbeispiel: Wert eines Medienartikels in Euro
Stell dir beispielsweise einen Steuerberater vor, der über drei Monate strategische PR betreibt und dabei drei Artikel platziert: einen in einem regionalen Wirtschaftsmagazin, einen in einem Branchenfachblatt und einen in einem Online-Portal für Mittelstand.
Was bringt das also konkret?
- Erstens: Werbewert der drei Artikel zwischen ca. 15.000 und 25.000 Euro.
- Zweitens: Drei “Bekannt aus”-Logos für die eigene Website, die nämlich die Conversion nachweislich um 10 bis 30 % steigern.
- Drittens: Direkter Lead-Zufluss aus den Artikeln – typischerweise 5 bis 15 ernsthafte Anfragen pro Artikel.
- Außerdem: Langfristige Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
- Schließlich: Eine gestärkte Position in jedem Verkaufsgespräch.
Selbst bei konservativer Rechnung bringt diese Investition also – über 12 Monate gerechnet – ein deutlich besseres ROI als jede Werbekampagne in vergleichbarer Höhe.
Wann lohnt sich PR nicht?
Ehrlichkeit gehört allerdings dazu: PR ist nicht für jeden sinnvoll. Sie funktioniert nämlich nicht, wenn folgende Punkte zutreffen:
- Erstens wenn du keine klare Zielgruppe oder Positionierung hast.
- Zweitens wenn du sofortige Verkaufsabschlüsse erwartest, denn PR wirkt mittel- und langfristig.
- Drittens wenn du nicht bereit bist, Zeit in den Aufbau zu investieren.
- Schließlich wenn dein Angebot fachlich nicht überzeugt.
In allen anderen Fällen ist PR allerdings eines der unterschätztesten Marketing-Instrumente überhaupt. Außerdem findest du passende Angebote in unseren PR-Paketen für Medienveröffentlichungen.
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