Du betrachtest gerade PR-Erfolg messen ohne teure Tools: 5 KPIs für Selbstständige

PR-Erfolg messen ohne teure Tools: 5 KPIs für Selbstständige


Du machst PR, weißt aber nicht, ob es funktioniert? Hier sind die 5 wichtigsten Kennzahlen, mit denen du PR-Erfolg messen kannst – und zwar mit Excel, ganz ohne teure Software.

📊 Marktlücke

PR-Messung wird meist für Konzerne erklärt. Niemand zeigt Selbstständigen, wie sie mit einfachen Mitteln messen können.

⭐ Kurz-Antwort

Fünf Kennzahlen reichen völlig: erstens die Anzahl der Veröffentlichungen, zweitens die Reichweite (Auflage oder Besucher), drittens die Qualität (Tonalität: positiv, neutral oder negativ), außerdem den Website-Traffic nach jeder Veröffentlichung und schließlich das Anfragen-Tracking. Alle messbar mit Excel – keine teure Software nötig.

PR-Erfolg messen: Die 5 wichtigsten KPIs für Selbstständige im Überblick

Warum PR-Erfolg messen so wichtig ist

Ohne Messung tappst du im Dunkeln und weißt zum Beispiel nicht:

  • welche Themen funktionieren (und welche nicht),
  • welche Medien sich wirklich lohnen,
  • ob deine PR überhaupt echte Ergebnisse bringt,
  • wo du deine Zeit künftig besser investieren solltest.

Die gute Nachricht ist: Du brauchst dafür keine teuren Tools wie Meltwater oder Cision. Eine einfache Excel-Tabelle reicht nämlich völlig aus.

KPI 1: Anzahl Veröffentlichungen

Was es misst: Wie oft wurdest du überhaupt erwähnt?

Wie du es trackst: Erstelle eine Excel-Tabelle mit den Spalten Datum, Medium, Titel des Artikels und Link.

Ziel für Selbstständige: 4 bis 8 Veröffentlichungen pro Jahr sind bei konsequenter PR-Arbeit realistisch.

Warum es wichtig ist: Diese Kennzahl ist deine Baseline – denn ohne Veröffentlichungen gibt es schlicht keine Wirkung.

KPI 2: Reichweite

Was es misst: Wie viele Menschen haben die Erwähnung potenziell gesehen?

Wie du es trackst:

  • Print: Auflage nachschlagen, meist im Impressum oder bei Wikipedia.
  • Online: Monatliche Besucher über SimilarWeb prüfen oder direkt beim Medium anfragen.
  • Podcast: Download-Zahlen erfragen – meistens teilt der Host die Zahlen offen mit.

Achtung: Reichweite ist allerdings nicht gleich Leserschaft. Eine Auflage von 50.000 bedeutet nicht 50.000 Leser deines Artikels. Rechne realistisch mit 10 bis 30 % tatsächlicher Leserschaft.

KPI 3: Tonalität

Was es misst: Wie wurdest du in der jeweiligen Veröffentlichung erwähnt?

Wie du es trackst: Bewerte jede Veröffentlichung nach drei Stufen: positiv, neutral oder negativ.

  • Positiv: Du wirst als Experte zitiert oder deine Leistung wird ausdrücklich gelobt.
  • Neutral: Reine Erwähnung ohne klare Wertung.
  • Negativ: Kritische oder negative Darstellung.

Ziel: Mindestens 80 % deiner Erwähnungen sollten positiv oder neutral sein.

KPI 4: Website-Traffic

Was es misst: Bringt die PR-Erwähnung tatsächlich Menschen auf deine Website?

Wie du es trackst: Nutze Google Analytics (kostenlos) und vergleiche die Besucherzahlen 7 Tage vor und 7 Tage nach der Veröffentlichung.

Bonus-Tipp: Wenn du im Artikel einen Link platzieren kannst, nutze UTM-Parameter. So siehst du exakt, wie viele Klicks aus dem Artikel kamen.

KPI 5: Anfragen-Tracking

Was es misst: Führt die PR-Arbeit zu konkreten Anfragen?

Wie du es trackst: Frag bei jeder neuen Anfrage einfach: „Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden?“ Notiere anschließend die Antwort.

Häufige Antworten dabei:

  • „Ich habe Ihren Artikel in [Medium] gelesen.“
  • „Jemand hat mir den Artikel geschickt.“
  • „Ich habe Sie gegoogelt und den Artikel gefunden.“

Alle drei Antworten zählen als PR-Erfolg!

Die Excel-Tabelle: So sieht sie aus

Datum Medium Titel Reichweite Tonalität Traffic +/- Anfragen
15.01.26 Süddeutsche „Expertin erklärt…“ 400.000 Positiv +120 3
03.02.26 Regional-Podcast Interview 2.500 Positiv +45 2

Was gute Zahlen sind (Benchmark)

Für Selbstständige mit konsequenter PR-Arbeit gelten ungefähr diese Richtwerte:

  • Veröffentlichungen: 6 bis 10 pro Jahr sind sehr gut.
  • Gesamtreichweite: 500.000 bis 2 Mio. pro Jahr sind solide.
  • Traffic-Steigerung: 20 bis 50 % nach einer großen Veröffentlichung sind realistisch.
  • Anfragen: 1 bis 3 Anfragen pro Veröffentlichung bei B2B-Themen sind ein guter Schnitt.

FAQ: PR-Erfolg messen

Brauche ich wirklich teure PR-Tools?

Nein. Für Selbstständige reicht eine Kombination aus Excel, Google Analytics und Google Alerts völlig aus. Tools wie Meltwater oder Cision lohnen sich nämlich erst ab größerem Budget (etwa ab 5.000 € monatlichem PR-Aufwand).

Wie messe ich PR-Erfolg bei B2B?

Anfragen und qualifizierte Leads sind hier die wichtigsten KPIs. Reichweite ist dagegen sekundär – lieber 5.000 Leser aus deiner Zielgruppe als 500.000 irrelevante.

Wie starte ich am besten mit dem PR-Tracking?

Eine fertige Excel-Vorlage und passende Pakete für strukturiertes Tracking findest du in unseren PR-Paketen für Medienveröffentlichungen. So musst du das Setup nicht selbst aufbauen, sondern kannst direkt loslegen.

Du willst deinen PR-Erfolg endlich klar messen? In einem kostenlosen Strategiegespräch schauen wir gemeinsam, welche KPIs für dich relevant sind und wie du sie am einfachsten trackst. Sichere dir jetzt deinen Termin.

Schreibe einen Kommentar