Welche PR-Maßnahmen solltest du kaufen – und welche kannst du kostenlos selbst machen? Der komplette Kosten-Nutzen-Vergleich.
📊 Marktlücke
Niemand schreibt ehrlich über PR-Kosten für Selbstständige. Du schließt die Lücke.
⭐ Kurz-Antwort
PR-Budget Selbstständige: Kostenlos möglich: Pitches, Pressemitteilungen, LinkedIn, Podcast-Interviews, Beziehungsaufbau. Sinnvoll zu investieren: Professionelle Fotos (300-800€), Presseverteiler-Tools (ab 30€/Monat), PR-Beratung punktuell (500-2.000€). PR- Agentur (1.500-5.000€/Monat) nur bei >10.000€ Monats-Umsatz.
Die ehrliche Antwort: PR geht kostenlos – aber kostet Zeit
Du kannst erfolgreiche PR komplett ohne Budget machen. Aber: Es kostet Zeit. Die zentrale Frage ist deshalb nicht "kostenlos oder bezahlt", sondern: Was ist deine Zeit wert?
Faustregel: Wenn du >100€/Stunde verdienst, lohnen sich bezahlte Abkürzungen. Wenn du gerade startest, investiere Zeit statt Geld.
Was du kostenlos selbst machen kannst (und solltest)
| Maßnahme | Zeitaufwand | Wirkung |
|---|---|---|
| Pressemitteilungen schreiben | 2–3 Std./Stück | Mittel |
| Journalisten recherchieren | 5–10 Std./Monat | Hoch |
| LinkedIn-Content | 2–3 Std./Woche | Sehr hoch |
| Beziehungen pflegen | 1–2 Std./Woche | Sehr hoch |
| Podcast-Pitches | 3–5 Std./Monat | Hoch |
Fazit: Diese Tätigkeiten lohnen sich IMMER selbst zu machen – weil sie Beziehungsarbeit sind. Eine Agentur kann das nicht für dich übernehmen.
Was sich zu kaufen lohnt
1. Professionelle Pressefotos (300-800€)
Warum es sich lohnt: Journalisten brauchen Fotos. Smartphone-Selfies disqualifizieren dich sofort.
Was du bekommst: 10-20 hochauflösende Fotos in verschiedenen Formaten.
Einmalige Investition – Fotos halten 2-3 Jahre.
2. Presseverteiler-Tool (30-100€/Monat)
Nur wenn: Du versendest regelmäßig Pressemitteilungen (mind. 1x/Monat).
Beispiel-Tools: PR-Gateway (ab 30€), presseportal.de, openPR (kostenlos, aber weniger Reichweite).
Alternative kostenlos: Manuelle Mails an deine selbst recherchierte Liste (besser für Qualität).
3. PR-Beratung punktuell (500-2.000€)
Sinnvoll für:
- Einmalige Strategie-Entwicklung (3-5 Stunden)
- Review deiner Pressematerialien
- Pitch-Optimierung
Nicht sinnvoll für: Laufende monatliche Betreuung (zu teuer für Solo-Selbstständige).
4. Content-Support (300-800€/Monat)
Was es ist: Jemand schreibt deine LinkedIn-Posts oder Pressemitteilungen.
Lohnt sich wenn: Du verdienst >150€/Stunde und hasst Schreiben.
Achtung: Ghostwriting auf LinkedIn wirkt oft unauthenisch. Besser: Jemand hilft dir bei Struktur, du schreibst selbst.
Was sich NICHT lohnt (für Selbstständige)
❌ PR-Agentur (1.500-5.000€/Monat)
Warum nicht: Zu teuer für die meisten Solo-Selbstständigen. ROI schwer messbar.
Ausnahmen:
- Du hast >10.000€ monatlichen Umsatz
- PR ist zentral für dein Business-Modell
- Du willst in kurzer Zeit viele Medien erreichen
❌ Presseportale Premium (200-500€/Monat)
Warum nicht: Geringe Wirkung. Journalisten lesen diese Portale selten.
Besser: Manuelle, personalisierte Pitches.
❌ Social-Media-Ads für PR
Warum nicht: PR ist Earned Media, nicht Paid Media. Ads bringen keine Glaubwürdigkeit.
Ausnahme: LinkedIn-Ads zur Verstärkung eines bereits viral gegangenen Posts.
Budget-Plan für verschiedene Phasen
Phase 1: Start (0-500€/Jahr)
- Alles selbst machen
- Einmalig: Pressefotos (300-500€)
- Rest: Zeit investieren
Phase 2: Wachstum (500-2.000€/Jahr)
- Pressefotos Update (alle 2-3 Jahre)
- 1x PR-Beratung zur Strategie (500-1.000€)
- Optional: Presseverteiler-Tool (30€/Monat = 360€/Jahr)
Phase 3: Etabliert (2.000-10.000€/Jahr)
- Laufende PR-Beratung (quartalsweise)
- Content-Support für komplexe Themen
- Presseverteiler-Tool Premium
FAQ: PR-Budget
Lohnt sich eine PR-Agentur für Selbstständige?
Selten. Agenturen kosten 1.500-5.000€/Monat. Das lohnt sich erst ab >10.000€ monatlichem Umsatz UND wenn PR zentral für dein Business ist.
Was ist der größte Fehler beim PR-Budget?
Zu früh zu viel Geld ausgeben. Lerne erst die Grundlagen selbst, bevor du delegierst. Sonst kannst du nicht beurteilen, ob die Investition sich lohnt.
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