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In 90 Tagen in die Presse: Der Schritt-für-Schritt-Plan für Dienstleister

“Wir wollen in die Presse” – das höre ich oft. Was die meisten Unternehmer nicht wissen: Es geht nicht um Glück. Es geht um Methode. Wer einen klaren Plan verfolgt, kann innerhalb von 90 Tagen seine erste solide Medienveröffentlichung erreichen. Hier ist die exakte Roadmap.

Phase 1: Die Vorbereitung (Tag 1–21)

Tag 1–7: Positionierung schärfen

Bevor du auch nur eine einzige Redaktion ansprichst, musst du wissen: Wofür stehst du? Drei bis fünf Kernbotschaften reichen – aber sie müssen sitzen. Was ist dein einzigartiger Standpunkt? Welche Position vertrittst du, die andere in deiner Branche nicht so klar formulieren? Das ist dein Fundament.

Praktische Übung: Schreib drei Sätze, die mit “Ich glaube, dass…” beginnen und in deiner Branche kontrovers diskutiert werden. Das sind die Themen, mit denen du Aufmerksamkeit gewinnst.

Tag 8–14: Zielmedien definieren

Streu nicht mit der Schrotflinte. Identifiziere 15 bis 20 konkrete Medien, die deine Zielgruppe wirklich liest. Das können sein: Branchenmagazine, regionale Wirtschaftsmagazine, Online-Portale, Fachblogs, Podcasts. Wichtig: Lies jedes dieser Medien für mindestens zwei Wochen mit, bevor du ansprichst. Verstehe den Tonfall, die Themen, die Autoren.

Tag 15–21: Storys entwickeln

Jetzt verbindest du deine Kernbotschaften mit aktuellen Anlässen. Welche Trends, Studien oder Ereignisse passen zu deiner Expertise? Entwickle drei bis fünf konkrete Story-Ideen, die du Redaktionen vorschlagen kannst. Jede Idee braucht: Aufhänger, Kernaussage, dein konkretes Angebot (Interview, Gastartikel, Hintergrundgespräch).

Phase 2: Die Kontaktaufnahme (Tag 22–60)

Tag 22–30: Den Presseraum aufbauen

Bevor der erste Pitch rausgeht, brauchst du eine professionelle Pressepräsenz. Eine Presseseite auf deiner Website mit: Kurzbiografie, hochwertigen Pressefotos in zwei Auflösungen, drei bis fünf möglichen Themenvorschlägen, Kontaktinformationen. Das macht es Journalisten leicht, dich als Quelle zu nutzen.

Tag 31–45: Erste Pitches versenden

Pro Woche fünf bis sieben gezielte Pitches an recherchierte Ansprechpartner. Persönlich angeschrieben, kurz und prägnant. Ein höfliches Follow-up nach einer Woche. Dann weiter zur nächsten Welle.

Wichtig: Erwarte nicht, dass jeder Pitch sofort funktioniert. Eine realistische Quote liegt bei 5 bis 15 % positiven Rückmeldungen. Bei 30 Pitches sind das vier bis fünf Gespräche – und daraus entstehen typischerweise ein bis zwei Veröffentlichungen.

Tag 46–60: Beziehungen vertiefen

Auch ablehnende Antworten sind Gold wert. Bedanke dich höflich, frage nach, was anders gelaufen wäre, und biete dich für künftige Themen an. Ein Journalist, der dich heute nicht braucht, kann dich in drei Monaten dringend suchen.

Phase 3: Die Veröffentlichung und das Skalieren (Tag 61–90)

Tag 61–75: Erste Artikel und Interviews

Wenn alles gut läuft, hast du jetzt deine ersten Veröffentlichungen. Wichtig: Bereite dich gründlich auf jedes Interview vor. Notiere dir drei Kernbotschaften, die unbedingt im Artikel landen sollen. Liefere konkrete Beispiele, Zahlen, Anekdoten – das macht den Unterschied zwischen einem zitierbaren und einem austauschbaren Experten.

Tag 76–90: Verstärkung und Folgekontakte

Jede Veröffentlichung ist Marketing-Gold. Teile sie auf LinkedIn, in deinem Newsletter, auf der eigenen Website. Bedanke dich beim Journalisten – nicht überschwänglich, aber wertschätzend. Und plane bereits die nächsten Themen, die du anbieten kannst.

Was du in 90 Tagen realistisch erreichst

Bei strategischem Vorgehen sind das die typischen Ergebnisse:

• 1 bis 3 Veröffentlichungen in mittelgroßen oder Branchenmedien

• 5 bis 10 echte Journalistenkontakte, die du dauerhaft pflegen kannst

• Eine professionelle Pressepräsenz auf deiner Website

• Mindestens ein “Bekannt aus”-Logo für deine Außendarstellung

• Erste Anfragen, die durch die Medienpräsenz ausgelöst werden

Die häufigsten Stolperfallen

Drei Dinge bringen die meisten Anfänger zu Fall:

1. Ungeduld: Wer nach zwei Wochen ohne Antwort aufgibt, hat den Marathon nicht verstanden.

2. Selbstbezogenheit: Journalisten interessieren sich für ihre Leser, nicht für dein Unternehmen.

3. Fehlende Vorbereitung: Ein Interview ohne klare Botschaften ist eine verschenkte Chance.

Fazit: 90 Tage sind realistisch – aber kein Selbstläufer

Wenn du dir die Zeit nimmst, strategisch vorzugehen, und nicht bei der ersten Ablehnung aufgibst, kannst du in 90 Tagen mehr erreichen als die meisten Unternehmer in zwei Jahren. Die Frage ist nicht, ob es funktioniert. Die Frage ist, ob du dranbleibst.

Du willst diesen 90-Tage-Plan nicht alleine umsetzen? Wir begleiten Dienstleister durch genau diesen Prozess – mit unserem Netzwerk, unserer Erfahrung und einer Methode, die wir hundertfach erprobt haben. Buche dir ein unverbindliches Erstgespräch.

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